Unser Statement

  • Bio ist ein großes Thema in der heutigen Zeit. Trotzdem dürfen Verbraucher, als auch die Verantwortlichen des Lebensmitteleinzelhandels, weiterhin genau hinschauen. Anbauverbände wie BIOLAND und DEMETER haben sich in den zurückliegenden Jahren zu Recht ein fundiertes Vertrauen beim Handel und den VerbraucherInnen erworben, denn sie gehen in ihren Verbandsrichtlinien, besonders in dem Punkt der gesamten Betriebsumstellung, über die halbherzige Möglichkeit der Teilumstellung der EU-Bioverordnung hinaus.

    Deshalb sollte man sich als Betriebsleiter auch ganz und nicht nur halb zum ökologischen Landbau bekennen und bereit sein seinen landwirtschaftlichen Betrieb komplett umzustellen. Nichts ist unglaubwürdiger, als Teilflächen eines EG Bio-Betriebes ökologisch zu bewirtschaften und auf dem Rest des Betriebes weiterhin großflächig Pestizide und mineralische Düngemittel einzusetzen.
     
  • Wachsen – intensivieren – spezialisieren
    Die Schlaggrößen, die Maschinen, die Traktoren, alles wird effektiver getreu dem Motto höher, schneller, weiter, größer und dadurch billiger. Unsere Richtlinien erlauben in vielfältiger Weise, acker- und pflanzenbauliche Fehler mit zugekauften Hilfsmitteln zu korrigieren. Das Auftreten von Schad-Erregern oder Mangelerscheinungen lässt mittlerweile nicht mehr die Frage des "Warum?", sondern vielmehr die Frage des "Mit was kann der Mangel behoben werden?“ im Vordergrund stehen.

    Das ist nicht der Weg, den wir weiter gehen wollen. Die Flut der neuen Pflanzenhilfsstoffe, Bodenverbesserer, „Wachstumsaktivierer“, „Assimilationssteigerer“ und „Schadorganismen-Abwehrer“ ist ungebremst. Die Fibl.- Betriebsmittelliste hat ungeahnte Ausmaße angenommen und verdrängt zunehmend das ursprüngliche Leitbild des ökologischen Landbaus: Gesunder Boden schafft gesundes Wachstum und gesunde Pflanzen. Besinnen wir uns darauf zurück!
     
  • Die momentane Entwicklung ist offensichtlich dem Diktat der Wirtschaftlichkeit und des Marktes untergeordnet. Handlungen werden bestimmt durch Ertrag und Erzeugerpreis.

    Unsere Zukunft stellen wir uns anders vor. Wir setzen uns nach unseren Möglichkeiten ein für eine vielfältige, klein parzellierte, bäuerliche Landwirtschaft mit regionaler Vermarktung auf der unteren Verarbeitungsstufe.

    Ziel ist eine partnerschaftliche Bindung an den Verbraucher. Durch eine möglichst transparente Produktion und informativen Austausch kann der Verbraucher unsere Arbeitsweise und Einstellung zu Natur und Umwelt kennenlernen, erleben und wertschätzen.