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Blick nach vorne!

Blick nach vorne

Der Betrieb Spargel Renner steht in den kommenden 10 Jahren vor einem Generationswechsel. Unsere drei Kinder werden selbstbestimmt und mit unserer vollen Unterstützung eigene Wege gehen. Das heißt, die Betriebsweiterführung ist ungeklärt. Aber: Wir möchten die Existenz unseres Betriebs, für den wir die letzten Jahre alles gegeben haben, auch in Zukunft sicherstellen. Dabei ist uns nicht nur die Weiterführung unseres schon seit vielen Generationen familiengeführten Betriebs wichtig. Wir wollen die Arbeitsplätze in Böbingen, in einer kleinstrukturierte Landwirtschaft erhalten, und uns weiterhin für eine ökologische und nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln, sowie den Naturschutz einsetzen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden wir unsere Direktvermarktung ausbauen und unsere Öffentlichkeitsarbeit erweitern. Wir möchten Kundinnen und Kunden einen regionalen Einkauf direkt beim Erzeuger ermöglichen und unseren Kundenstamm vergrößern.

Wir können diesen betrieblichen Weg der erweiterten Direktvermarktung, sowie die Verwirklichung vieler neuer Ideen und Ideale, aber nicht mehr alleine gehen. Schließlich bedarf es dafür viel Zeit und somit mehr personellen Aufwand. Wir haben uns in letzter Zeit also umgesehen und umgehört, welche Möglichkeiten es gibt, unseren Betrieb personell neu aufzustellen.

Freut euch auf den nächsten Abschnitt unserer kleinen Geschichte: Lust auf „ anders“!!

 

Exkurs Hofnachfolge

Eine innerfamiliäre Hofübergabe ist heute bei weitem nicht mehr so üblich wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. Heute entscheiden sich viele Kinder, die auf landwirtschaftlichen Betrieben aufgewachsen sind, eigene Wege zu gehen und den elterlichen Betrieb hinter sich zu lassen. Schließlich bedeutet Landwirtschaft für junge Menschen weder geregelte Arbeitszeiten noch ein sicheres Einkommen. Vielmehr sehen diese die hohe Arbeitsbelastung, wenig Freizeit, keinen Sommerurlaub, kurze Wochenenden, Existenzängste, neue Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels, Dorfleben. Trotz dieser anscheinend unüberwindbaren Gegebenheiten gibt es aber auch junge Menschen, die nicht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sind, und sich dennoch eine Zukunft genau da wünschen. Die Landwirtschaft bietet eben auch spannende, schöne und verantwortungsvolle Herausforderungen.

Ein Bauer oder eine Bäuerin von heute ist nicht einfach nur noch Lebensmittelproduzent oder Lebensmittelproduzentin. Die Ansprüche an uns sind multifunktional. Neben dem Beruf des Landwirts/Gärtners sind wir gleichzeitig auch Betriebswirte, Tierhalter und Pflanzenanbauer, Lebensmittelhändler und multidigitale Öffentlichkeits- und Social Media-Spezialisten, im besten Falle auch noch Umwelt- und Natur-und Tierschützer.

All diese abwechslungsreichen Tätigkeitsfelder machen die Landwirtschaft so interessant, dass sich junge Menschen, ohne eigenen Betrieb, auf die Suche nach einem für sie geeigneten Hof machen. Mittlerweile gibt es Hofbörsen und Hofübergabeseminare, die sich alle das Ziel gesetzt haben, Hofsuchende und Hofabgebende zusammenzubringen, um so dem Strukturwandel und dem Höfe-Sterben von landwirtschaftlichen Familienbetrieben entgegenzuwirken.

Erfahrt schon bald mehr über unseren Blick nach vorne

Fragen, nichts als Fragen!

 

Fragen, nichts als Fragen!
Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft, vor allem für kleine- und mittelständische Betriebe, aus? Werden die „Großen“ landwirtschaftlichen Betriebe weiter wachsen, der Wettbewerb um fruchtbares Ackerland weiter zunehmen? Wird der Ruf der Gesellschaft, nach einer nachhaltigen, umweltfreundlichen, naturschützenden und zukunftsfähigen Landwirtschaft lauter? Wie und wie schnell reagiert die Politik auf die Forderungen der Gesellschaft mit entsprechenden Gesetzen zum Systemwandel in der Landwirtschaft?

Handelt die Gesellschaft beim Einkauf gemäß ihrer Forderungen? Steigt die Nachfrage nach biologisch produzierten Lebensmitteln weiter? Führt die steigende Nachfrage zu einer Kommerzialisierung des biologischen Landbaus?  Kann dieser trotzdem seinen Prinzipien und Grundsätzen treu bleiben? Erreicht die Schnäppchen-Mentalität auch den Markt für Bioprodukte?

Führt die Vermarktung von Bioprodukten bei Aldi, Lidl, Kaufland, usw. zu einem Rückgang der Direktvermarktung am Hof? Können wir uns von den Großbetrieben, die jetzt in den biologischen Markt drängen, in Zukunft deutlich abgrenzen? Sind wir aufgrund der sich ändernden Produktions- und Vermarktungsstrukturen noch konkurrenzfähig?

Kommen in Zukunft genügend Erntehelferinnen und Erntehelfer zu uns, um mit uns gemeinsam die Spargel- und Beerenernte zu stemmen? Ist eine Diversifizierung, mit weiteren arbeitsintensiven Kulturen, dann noch realisierbar?

Haben wir einen gesellschaftlichen Auftrag als Nahrungsmittelerzeuger in einer dörflichen Sozialgemeinschaft? Küfer? Schuhmacher? Milchannahmestelle? Post? Bäckerei? Tante Emma Laden? Schlosserei? Gastwirtschaft?  Bank? Raiffeisenlager? Alle zu? Wen interessiert es? Sind mittelfristig auch Metzger zu, Landwirtschaft zu? Ist es richtig und wichtig sich gegen das weitere Höfe-Sterben und den Strukturwandel in den Dörfern zu stemmen?

Geht auch für unseren Betrieb in einigen Jahren die Sonne ein letztes Mal unter und die Tore bleiben für immer geschlossen? Kann uns das auch alles egal sein? Machen sich andere auch so viele Gedanken wie wir? Planen wir angesichts dieser komplexen Fragen eine Hofnachfolge?

 

Es folgt:Exkurs Hofnachfolge.

Business as usual?

Die Aroniabeeren wurden Ende August geerntet und zu einem leckeren Saft gepresst. Das Lager ist gefüllt, die Vermarktung steht an. Ein anstrengendes Erntejahr neigt sich mit dem Ende der Himbeerernte, dem Ende zu. Beeren- und Spargelanlagen müssen, nach der Ernte und vor Winter, gepflegt und bearbeitet werden. Wir müssen die Tunnel abbauen, die Folien winterfest verstauen und die Tunnel- Bögen über die Erdbeerpflanzen der kommenden Saison versetzen.

Im Spargel werden das Kraut gemulcht und Winterdämme gepflügt. Die Maschinen benötigen Pflege und eine sorgfältige Wartung. Die über den Sommer liegengebliebene Büroarbeit wartet. Außerdem muss die kommende Saison geplant werden. Es ist und bleibt viel zu tun! Und je länger das Jahr voranschreitet und je näher die neue Saison rückt, desto stärker dreht sich bei uns wieder das Gedankenkarussell: Wie soll es eigentlich weitergehen?

Demnächst: Fragen, nichts als Fragen

Wir haben jetzt den Hut auf!!

Aus wird   

Unser Sortiment hat sich in den letzten Jahren vergrößert und unser Fokus liegt bei weitem nicht mehr nur auf der Spargel- und Erdbeerproduktion. Schließlich bauen wir seit einiger Zeit auch Himbeeren an, Aroniabeeren folgten, und seit 2019 haben wir auch Brombeeren im Sortiment. Wir wollen diese Dynamik beibehalten und auch eine weitere Ausdehnung unserer Produktpalette nicht ausschließen. Diese mitunter recht sportlichen Veränderungen verdeutlichen wir ab sofort in unserem neuen Logo und machen dabei unserem Namen alle Ehre.

Das Spargel- und Obstkörbchen, unser bisher bekanntes Logo, muss also nach und nach dem sportlichen Öko-Renner mit Hut weichen. Also bitte nicht wundern: Überall wo in Zukunft der Renner mit Hut auftaucht, stecken wir, der Spargel Renner, dahinter. Wir sind uns sicher, ihr werdet euch schnell an diese visuelle Veränderung gewöhnen!

 

Agenda für Zukunft

Wie soll es eigentlich weitergehen?

In Böbingen beginnen sich Dinge zu verändern. Von Außen sehr wenig sichtbar, im Hintergrund dennoch sehr engagiert und zielgerichtet.
Seid gespannt und freut euch auf unsere Gedanken, Ideen und Pläne, die nach und nach auf unserer Homepage und  in Facebook  erscheinen werden.

Bleibt dran an unserer Agenda in die Zukunft:

  1. Business as usual?
  2. Fragen, nichts als Fragen!
  3. Exkurs Hofnachfolge
  4. Blick nach Vorne
  5. Lust auf „anders“!
  6. Alles begann in Wien

“Leben ist das, was passiert, während du andere Pläne hast”

Zwei heftige Stürme, die letzte Woche innerhalb von drei Tagen über die Tunnel der Himbeeren gefegt sind, haben in kurzer Zeit die noch verbleibenden Früchte stark geschädigt. Damit ist unser Experiment „Himbeeren nur unter Netzen zur Abwehr der Essigfrucht-Fliege“, anstatt unter stabilerer Folie zu kultivieren,  frühzeitig beendet. Nach der Sturmnacht von Sonntag auf Montag letzter Woche mussten alle Netze wieder über die Tunnelgestänge gezogen und befestigt werden. Am Dienstagabend reichten dann drei Minuten orkanartige Gewitter-Böen aus, um die Netze abermals von den Gestängen zu ziehen. Die sehr empfindlichen Früchte wurden noch an der Pflanze zerkratzt, angeschlagen, zerdrückt. Wir konnten gute 200 Kilo reife Früchte für die Marmeladenproduktion retten. Die Beeren werden in einem kleinen ebenso Bioland zertifizierten Familienbetrieb in Eberdingen liebevoll verarbeitet und dann als leckere Bioland-Marmelade vermarktet (https://fruchtix.de/).

Das Wetter war weiterhin sehr unbeständig. Regen, Wind und vom Goldenen Oktober fehlte jede Spur. Das waren wahrlich keine optimalen Bedingungen für schöne, vermarktungsfähige Himbeeren. Daher haben wir uns entschieden, die Ernte für diese Saison einzustellen, die Fruchtstände abzuschneiden und mit dem Rückbau der Tunnel zu beginnen.

Der freitägliche Verkauf für alle Himbeer- Verliebten ist somit beendet.

Für uns geht, trotz aller Widrigkeiten, ein ereignisreiches und wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zu Ende. Wir bedanken uns bei allen Kundinnen und Kunden für ihre Treue und freuen uns auf euch im nächsten Jahr!

Wer auch über den Winter mit gesunden Vitaminen versorgt sein möchte, findet unseren leckeren Aronia-Saft bei unseren Partnern im Einzelhandel: https://goo.gl/maps/CDThJbLe9fN2

oder nach tel. Rücksprache auch bei uns im Hofladen.

 

Erst mal ist Schluss, aber wo soll das enden??

Keine Zeit für Nix. Überall liegt Arbeit und an die Internet-Seite hatte ich noch gar nicht gedacht. Nach 84 Tagen ohne Verschnaufpause haben wir  am 15. 06 die Spargel-Saison beendet.

Das heißt: Nicht wir, sondern unsere Mitarbeiter!
Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung, Qualitäts-und Ernteverluste haben die Saison belastet und viel Kraft gekostet. Zwischenzeitlich habe ich eine “Emotionale Insolvenz” für mich proklamiert. Ich hätte alles hinwerfen können. Wenn das mal so leicht wäre.  Also immer schön weiter machen.

Nach sehr verhaltenem Absatz in der Direktvermarktung, dem Einzel- und Großhandel zu Beginn der Pfingstwoche, und die Konzentration auf lediglich dicke Stangen, haben wir die Reißleine gezogen und schon Mittwoch vor Pfingsten 80 % der späten Anlage aus der Ernte genommen. Die Bestellungen zu Pfingsten haben das Kühlhaus dann weitgehend geleert. Seit  Mo. 10.06 hatte ich, noch 2 Spargelstecher, unser fest Angestellter Mitarbeiter ist wegen der Hochzeit seines Sohnes in Urlaub. Wir  haben alle 2 Tage ca. 80 kg Spargel für die DV geerntet. Der Groß- und Einzelhandel konnte nicht mehr beliefert werden, der Hofladen war noch bis Samstag geöffnet. Donnerstag fuhren die beiden letzten Erntehelfer, Freitag hab ich den letzten Spargel dann selbst geerntet:”Hier sticht der Chef noch selbst”. Auch Erdbeeren und Rhabarber waren fertig.

Trotz einiger Verluste bei den Erdbeeren und Abstrichen bei der Kopfqualität beim Spargel durch den 48 Stunden Ernte- Rhythmus geht wirtschaftlich zwar eine gute aber emotional desaströse Saison  zu Ende. Die Personalprobleme werden wir analysieren, erwarten aber keine rosigen Aussichten. Die Rücksprache mit Kollegen bestätigt unsere Bedenken. Die Suche nach Unterstützung durch fest angestelltes Fachpersonal blieb bis jetzt wenig erfolgreich. Die Zusammenarbeit mit unserem festangestellten Mitarbeiter aus Rumänien wird Ende des Jahres, in beiderseitigem Einvernehmen, ebenfalls enden.
Die Arbeitsbelastung und der psychische Stress haben ein Höchstmaß überschritten. Ein weiter wie bisher ist keine Option. Umfangreiche Überlegungen zu neuen Konzepten stehen an. Auf ungelernte und zunehmend weniger zuverlässige Saison- AK aus Osteuropa wollen wir uns mittelfristig nicht mehr verlassen, sehen in dieser Zusammenarbeit langfristig keine Zukunft für unseren Betrieb.

Dank gilt unseren treuen und zuverlässigen Kunden und den Saison- Mitarbeitern, die trotz hoher Arbeitsbelastung die Saison zumindest bis fast zum Schluss mit durchgezogen haben.

Himbeeren, Brombeeren, Marmelade und Säfte gibt es weiterhin immer Freitag nachmittags von 14.00-18.00 Uhr.

 

Ernte-Start

Die ersten Stangen haben es, trotz kalter Nächte und weggewehter Folien, nach oben geschafft. Sonntag letzter Woche hatten
wir überraschend die erste kleine Ernte für die Eigenversorgung und gute Beobachter, die sofort mitbekommen hatten, dass es losgeht. Dieses Jahr gibt es wohl in allen Betrieben erst mal sehr viele dünne Stangen. Laut Beratung liegt es an der fehlenden Kalium-Aufnahme. Kali ist ein Hauptnährstoff, der für das Wachstum von Pflanzen benötigt wird. Ist ausreichend Bodenwasser vorhanden wird es durch die Wurzel aufgenommen und ist u.a verantwortlich für ein kräftiges Zellwachstum. Die aktuelle Wasserbilanz im März ist negativ (es ist mehr Wasser verdunstet als es geregnet hat). Die Spargelpflanze lässt die Knospen auf Grund der Bodentemperatur austreiben, die ausgewogene Ernährung fehlt, die Stangen bleiben dünner.  So ist die Natur und es ist toll, dass die Wissenschaft uns das alles so wunderbar erklären kann.
Wir starten in die Saison 2019 mit dem ersten Verkauf im Hofladen am Donnerstag den 04. April!!!
Öffnungszeiten wie gewohnt:
Sonn.u. Feiertags: 9.00-14.00 Uhr
Mo-Sa: 9.00-19.00 Uhr

Stürmische Zeiten!!! 

Seit Wochenbeginn sind umfangreiche Aufräumarbeiten angesagt.
   
Auf den Spargel-Feldern liegt immer noch üppig Foliensalat

und bei den Erbeertunnel hat es 5 weggeweht, die wir mal eben zu Folien-Rollbraten gewickelt haben. Schade die Folien waren ganz neu und nur knapp einen Monat aufgezogen. Leider zerrissen und damit nicht mehr zu gebrauchen. Die Tore hat es fast alle auch weggerissen, doch zum Glück sind nur sehr wenig Metallbögen und Boden-Anker beschädigt.
Den Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren bläst jetzt erst mal ein kalter Wind um die Nase.
Sehr wahrscheinlich wird die Ernte damit wohl etwas später beginnen.
Die abgedeckten Spargelreihen werden auch erst mal auskühlen und somit etwas später in die Produktion gehen.
Ich hoffe, dass wir in der nächsten Woche alle Schäden beseitigen, die Folien wieder aufziehen und die Tore reparieren können. Vielleicht gibt es ja irgendwann auch mal wieder einen Tag ohne Wind!!

Spargel Renner