Aktuelles

So war unsere Verkostungsaktion im Füllhorn Bruchsal

Mit unserer Vitaminbombe ins neue Jahr! Gabi und Dieter waren am Freitag im Bio-Supermarkt Füllhorn in Bruchsal und haben unseren Aroniasaft zur Verkostung angeboten. Für die Kundschaft, für die unsere Pfälzer Aronia noch absolutes Neuland war, wurde das Probieren zu einem echten Geschmackserlebnis. Es war spannend, mit den Kundinnen und Kunden direkt ins Gespräch zu kommen, über unser Verständnis von Landwirtschaft zu informieren und so in einen Austausch zwischen Erzeugung und Konsum zu treten. Das war sicherlich nicht unsere letzte Verkostung! Falls du nun auch Lust auf unseren Saft bekommen hast, dann bestelle ihn gerne direkt bei uns! In unserem neuen Onlineshop:  www.spargel-renner.de/shop

Frohe Weihnachten!

Wir bedanken uns bei euch, unseren Kundinnen und Kunden, für eure Treue und euer Vertrauen, für eure Neugierde und euer Interesse an unserem Betrieb! Wir wünschen euch Frohe Weihnachten und ein paar geruhsame Tage, im Kreise lieber Menschen. Rutscht gut ins Jahr 2020!

Auch wir machen nun ein paar Tage Pause, um dann mit ganzer Kraft ins neue Jahr und in die neue Saison zu starten! Freut euch mit uns auf die anstehenden Veränderungen. Seid gespannt auf das was kommt!

Euer Team vom Bio Renner

Umzug nach Böbingen

Umzug nach Böbingen

Im Spätsommer 2019 steht also fest: Wir kündigen unsere Arbeit und unsere Wohnung in Mainz, verabschieden uns von unserem Freundeskreis, packen unseren Hausstand zusammen und ziehen gemeinsam mit unserer Hündin Bille ins Herz von Böbingen.

Seit Oktober arbeiten wir also gemeinsam im Betrieb: Wir werden von Gabi und Dieter in alle Bereiche eingearbeitet, werden fit gemacht für die kommende Saison und planen gleichzeitig die kommenden Jahre. Wir tauschen Ideen aus, entwerfen Visionen und stecken Ziele ab. Die Zukunftswerkstatt arbeitet auf Hochtouren! Und nun, nach den ersten Monaten können wir beide, Anne und Lukas, sagen: Wir fühlen uns wohl hier. Wir sind froh, diesen Schritt gewagt zu haben!

Wir lieben neue Abenteuer und neue Wege. Und da uns dieser Schritt, der Einstieg in den Betrieb Renner, noch nicht groß genug war, wartet Anfang März, schon unser ganz persönliches nächstes Abenteuer auf uns: Wir erwarten Anfang März ein Baby, echten Bio-Nachwuchs. Somit setzt Anne ab Mitte Januar erstmal für eine Weile im Betrieb aus. Trotzdem möchten wir neben unserer Familiengründung gerne beide – so gut es geht – im Betrieb mitarbeiten.

Wir freuen uns auf alles, was kommt! Die Saison zu erleben, den ersten Spargel zu stechen, Himbeerbäder zu nehmen und schon die ein oder andere Neuerungen umzusetzen. Aber vor allen Dingen nach vielen Umzügen und turbulenten und intensiven Studienjahren endlich anzukommen.

Seid ihr nun auch so neugierig wie wir? Dann bleibt dran, folgt uns im neuen Jahr auf Insta und Facebook und verpasst keine Neuigkeiten von uns auf dem Betrieb Bio Renner in Böbingen!

Umweg über Mainz

Umweg über Mainz

Zunächst führt uns unser Weg von der Alp nach Mainz. Anne widmet sich voll und ganz dem Aufbau einer kleinen Solidarischen Landwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet, während Lukas in die Öffentlichkeits- und Politikarbeit im Bioland Verband eintaucht. So ganz wollen wir dem städtischen Leben noch nicht den Rücken kehren, die Vorzüge weiterhin genießen. Die kulturellen und gastronomischen Angebote, Kinobesuche und Kneipenabende, der Bioladen direkt um die Ecke… Doch schnell wird klar: Das mit der Stadt und dem Rhein-Main-Gebiet ist auf Dauer nichts für uns. Wir möchten näher ran an die Landwirtschaft, wieder ins Dorf und Anne gerne zurück in ihre Heimat, in die Pfalz. Also machen wir uns schlau, hören uns um, besuchen ein Hofübergabe-Seminar und inserieren ein Hofgesuch. Und bekommen daraufhin bekommen wir Post aus Böbingen. Das Schreiben überzeugt uns und somit verabreden wir uns mit Gabi und Dieter zu unserem ersten Treffen auf “neutralem Boden” Anfang Februar.

Nach einem Caféhopping durch die Neustadter Innenstadt steht für uns alle fest: Die Sympathie stimmt, das Zwischenmenschliche auch und somit kommen viele, viele weitere Treffen. Nach den unzähligen Stunden am Küchentisch und dem Jonglieren mit Ideen war uns klar, dass wir den Versuch wagen und die nächsten Jahre gemeinsam angehen möchten. Uns gegenseitig näher kennenlernen, miteinander arbeiten und Neues ausprobieren. Und so Stück für Stück das Lebenswerk der Familie Renner weiterführen.

Freut euch auf die nächste und letzte Folge unserer Weihnachtsgeschichte: Umzug nach Böbingen!

Wir zwei, Anne und Lukas, mit unserer Hündin Bille in der Bretagne. Erholung vom lauten und umtriebigen Rhein-Main-Gebiet an der rauhen Atlantikküste.

Alles begann in Wien

Alles begann in Wien

Eine Pfälzerin und ein Saarländer, die Donauinsel und ein lauer Sommerabend. So kann man sich den Anfang von uns, Anne (29) und Lukas (30), ungefähr vorstellen. 2014 sind wir beide zum Studium nach Wien gezogen und haben uns in der österreichischen Hauptstadt gefunden. Nach Abschluss unseres Studiums (Anne als Agrarwissenschaftlerin und Lukas als Umweltwissenschaftler) war klar: Nach dem Hörsaal möchten wir erstmal abschalten, etwas ganz anderes erleben! So treibt es 2016 und 2017 in die Schweiz auf die Alp, zum Kühe hüten, melken und Käse machen. Unsere “Feuerprobe” hat gezeigt, dass wir gerne und gut zusammenarbeiten und es das ist, was wir uns als Beruf vorstellen wollen: Wir haben die Landwirtschaft als unsere gemeinsame Leidenschaft entdeckt. Beim mit den Händen arbeiten, beim Dinge anpacken, beim Lebensmittel produzieren, beim Mitmischen und Mitmachen in keiner anderen als der biologischen Landwirtschaft. Auch wenn wir das abgeschiedene und rudimentäre Leben auf der Alp sehr genossen haben, wird uns dort oben dennoch bewusst: Das Leben und Arbeiten auf der Alp war ein Abenteuer, das wir nicht missen wollen – trotzdem entspricht es nicht unseren Lebensentwürfen. Es muss einen anderen Weg für uns geben, Landwirtschaft zu unserem Beruf zu machen.

Ihr möchtet unseren Weg weiter verfolgen? Dann freut euch auf den nächsten Abschnitt: Umweg über Mainz.

Unvergessliche Alp-Zeit: Lukas wird von Lieblingskuh Albulla verehrt / Anne auf dem Weg zum Zaunbau.

Lust auf “anders”!!

Lust auf “anders”

Nach 3-jähriger Orientierung und Suche sind wir soweit. Unser Betrieb wird gemeinsam mit einer nachfolgenden Generation weitergeführt werden. Wir wollen jungen Menschen ermöglichen, sich auf unserem Betrieb ebenso zu verwirklichen, mitzumischen und die Landwirtschaft aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns über frische Motivation, neue Ideen und Gedanken und auch darüber Verantwortlichkeiten abgeben zu können.

Die Hofbörse macht es möglich. Nach stundenlangen Gesprächen und viel gedanklichem Austausch ist es seit 01. Oktober wieder ereignisreich und spannend im Betrieb: Die Ideenwerkstatt läuft auf Hochtouren, Werte und Ideale werden definiert, Visionen und Ziele abgesteckt, neue Strategien entwickelt und viele Überlegungen angestellt.

In der kommenden Story erfahrt ihr mehr! Schon einmal so viel vorweg: Alles begann in Wien…

 

Blick nach vorne!

Blick nach vorne

Der Betrieb Spargel Renner steht in den kommenden 10 Jahren vor einem Generationswechsel. Unsere drei Kinder werden selbstbestimmt und mit unserer vollen Unterstützung eigene Wege gehen. Das heißt, die Betriebsweiterführung ist ungeklärt. Aber: Wir möchten die Existenz unseres Betriebs, für den wir die letzten Jahre alles gegeben haben, auch in Zukunft sicherstellen. Dabei ist uns nicht nur die Weiterführung unseres schon seit vielen Generationen familiengeführten Betriebs wichtig. Wir wollen die Arbeitsplätze in Böbingen, in einer kleinstrukturierte Landwirtschaft erhalten, und uns weiterhin für eine ökologische und nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln, sowie den Naturschutz einsetzen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden wir unsere Direktvermarktung ausbauen und unsere Öffentlichkeitsarbeit erweitern. Wir möchten Kundinnen und Kunden einen regionalen Einkauf direkt beim Erzeuger ermöglichen und unseren Kundenstamm vergrößern.

Wir können diesen betrieblichen Weg der erweiterten Direktvermarktung, sowie die Verwirklichung vieler neuer Ideen und Ideale, aber nicht mehr alleine gehen. Schließlich bedarf es dafür viel Zeit und somit mehr personellen Aufwand. Wir haben uns in letzter Zeit also umgesehen und umgehört, welche Möglichkeiten es gibt, unseren Betrieb personell neu aufzustellen.

Freut euch auf den nächsten Abschnitt unserer kleinen Geschichte: Lust auf „ anders“!!

 

Exkurs Hofnachfolge

Eine innerfamiliäre Hofübergabe ist heute bei weitem nicht mehr so üblich wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. Heute entscheiden sich viele Kinder, die auf landwirtschaftlichen Betrieben aufgewachsen sind, eigene Wege zu gehen und den elterlichen Betrieb hinter sich zu lassen. Schließlich bedeutet Landwirtschaft für junge Menschen weder geregelte Arbeitszeiten noch ein sicheres Einkommen. Vielmehr sehen diese die hohe Arbeitsbelastung, wenig Freizeit, keinen Sommerurlaub, kurze Wochenenden, Existenzängste, neue Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels, Dorfleben. Trotz dieser anscheinend unüberwindbaren Gegebenheiten gibt es aber auch junge Menschen, die nicht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sind, und sich dennoch eine Zukunft genau da wünschen. Die Landwirtschaft bietet eben auch spannende, schöne und verantwortungsvolle Herausforderungen.

Ein Bauer oder eine Bäuerin von heute ist nicht einfach nur noch Lebensmittelproduzent oder Lebensmittelproduzentin. Die Ansprüche an uns sind multifunktional. Neben dem Beruf des Landwirts/Gärtners sind wir gleichzeitig auch Betriebswirte, Tierhalter und Pflanzenanbauer, Lebensmittelhändler und multidigitale Öffentlichkeits- und Social Media-Spezialisten, im besten Falle auch noch Umwelt- und Natur-und Tierschützer.

All diese abwechslungsreichen Tätigkeitsfelder machen die Landwirtschaft so interessant, dass sich junge Menschen, ohne eigenen Betrieb, auf die Suche nach einem für sie geeigneten Hof machen. Mittlerweile gibt es Hofbörsen und Hofübergabeseminare, die sich alle das Ziel gesetzt haben, Hofsuchende und Hofabgebende zusammenzubringen, um so dem Strukturwandel und dem Höfe-Sterben von landwirtschaftlichen Familienbetrieben entgegenzuwirken.

Erfahrt schon bald mehr über unseren Blick nach vorne

Fragen, nichts als Fragen!

 

Fragen, nichts als Fragen!
Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft, vor allem für kleine- und mittelständische Betriebe, aus? Werden die „Großen“ landwirtschaftlichen Betriebe weiter wachsen, der Wettbewerb um fruchtbares Ackerland weiter zunehmen? Wird der Ruf der Gesellschaft, nach einer nachhaltigen, umweltfreundlichen, naturschützenden und zukunftsfähigen Landwirtschaft lauter? Wie und wie schnell reagiert die Politik auf die Forderungen der Gesellschaft mit entsprechenden Gesetzen zum Systemwandel in der Landwirtschaft?

Handelt die Gesellschaft beim Einkauf gemäß ihrer Forderungen? Steigt die Nachfrage nach biologisch produzierten Lebensmitteln weiter? Führt die steigende Nachfrage zu einer Kommerzialisierung des biologischen Landbaus?  Kann dieser trotzdem seinen Prinzipien und Grundsätzen treu bleiben? Erreicht die Schnäppchen-Mentalität auch den Markt für Bioprodukte?

Führt die Vermarktung von Bioprodukten bei Aldi, Lidl, Kaufland, usw. zu einem Rückgang der Direktvermarktung am Hof? Können wir uns von den Großbetrieben, die jetzt in den biologischen Markt drängen, in Zukunft deutlich abgrenzen? Sind wir aufgrund der sich ändernden Produktions- und Vermarktungsstrukturen noch konkurrenzfähig?

Kommen in Zukunft genügend Erntehelferinnen und Erntehelfer zu uns, um mit uns gemeinsam die Spargel- und Beerenernte zu stemmen? Ist eine Diversifizierung, mit weiteren arbeitsintensiven Kulturen, dann noch realisierbar?

Haben wir einen gesellschaftlichen Auftrag als Nahrungsmittelerzeuger in einer dörflichen Sozialgemeinschaft? Küfer? Schuhmacher? Milchannahmestelle? Post? Bäckerei? Tante Emma Laden? Schlosserei? Gastwirtschaft?  Bank? Raiffeisenlager? Alle zu? Wen interessiert es? Sind mittelfristig auch Metzger zu, Landwirtschaft zu? Ist es richtig und wichtig sich gegen das weitere Höfe-Sterben und den Strukturwandel in den Dörfern zu stemmen?

Geht auch für unseren Betrieb in einigen Jahren die Sonne ein letztes Mal unter und die Tore bleiben für immer geschlossen? Kann uns das auch alles egal sein? Machen sich andere auch so viele Gedanken wie wir? Planen wir angesichts dieser komplexen Fragen eine Hofnachfolge?

 

Es folgt:Exkurs Hofnachfolge.

Business as usual?

Die Aroniabeeren wurden Ende August geerntet und zu einem leckeren Saft gepresst. Das Lager ist gefüllt, die Vermarktung steht an. Ein anstrengendes Erntejahr neigt sich mit dem Ende der Himbeerernte, dem Ende zu. Beeren- und Spargelanlagen müssen, nach der Ernte und vor Winter, gepflegt und bearbeitet werden. Wir müssen die Tunnel abbauen, die Folien winterfest verstauen und die Tunnel- Bögen über die Erdbeerpflanzen der kommenden Saison versetzen.

Im Spargel werden das Kraut gemulcht und Winterdämme gepflügt. Die Maschinen benötigen Pflege und eine sorgfältige Wartung. Die über den Sommer liegengebliebene Büroarbeit wartet. Außerdem muss die kommende Saison geplant werden. Es ist und bleibt viel zu tun! Und je länger das Jahr voranschreitet und je näher die neue Saison rückt, desto stärker dreht sich bei uns wieder das Gedankenkarussell: Wie soll es eigentlich weitergehen?

Demnächst: Fragen, nichts als Fragen

Spargel Renner